Dietmar Osterburg

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Dietmar Osterburg Quartett

doq_03_live.jpgDietmar Osterburg - guitars
Christoph König - violin
Peter Schwebs - bass
Eddie Filipp - drums

Die Zeitschrift "Jazzthing" schrieb anlässlich der Veröffentlichung seines Albums "Inside Out" über Dietmar Osterburg: "Flüssigkeit und Eleganz kennzeichnen das Spiel des Braunschweiger Gitarristen. Was ihm da so alles aus den Fingern perlt, grenzt auch auf seinem zweiten Album an ein Wunder". Tatsächlich hat Dietmar Osterburg mit seinem Trio und seinem eigenständigen Konzept und Sound in den vergangenen Jahren als Gitarrist und Komponist internationale Aufmerksamkeit erregt und sowohl Publikum als auch die Fachpresse immer wieder begeistert. Selbst das US-amerikanische Gitarrenmagazin "Just Jazz Guitar" wurde auf ihn aufmerksam und stellte ihn in einem ausführlichen Porträt vor. Eine seiner CD-Veröffentlichungen wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.
Im Rahmen der Braunschweiger Gitarrentage stellte Dietmar Osterburg im September 2016 zum ersten Mal seine neue Band vor. Sein Trio hat er mit dem Essener Violinisten Christoph König, der mit seinem ambitionierten Crossover-Projekt "Uwaga" international Erfolge feiert, zum Quartett erweitert und dieser Besetzung ein neues Programm auf den Leib geschrieben. Hier lotet er weiter die Möglichkeiten des modernen Gitarrenjazz in all seinen Facetten aus, immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten melodischer und harmonischer Verknüpfungen und Konzepten. Als Bassisten konnte Dietmar Osterburg den international tätigen und zwischen Berlin und New York pendelnden Peter Schwebs gewinnen. Zusammen mit dem bekannten Braunschweiger Schlagzeuger Eddie Filipp, mit dem Osterburg bereits seit vielen Jahren im Trio zusammenarbeitet, bildet er weit mehr als eine konventionelle Rhythmusgruppe — vielmehr ein veritables Kraftwerk unerschöpflicher Aktivität und Kreativität.

Dietmar Osterburg Trio

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Dietmar Osterburg (g), André Neygenfind (b), Eddie Filipp (dr)

Schon seit 2007 wissen Jazzgitarre-Connaisseurs, dass Dietmar Osterburg kein Einzelkämpfer ist, sondern ein Teamster. Wer das Debütalbum des D. O. Trios, "For A While", kennt und jetzt aktuell dessen Nachfolger "Inside Out" hört, wird zustimmen: Dieses Trio ist tatsächlich, was man einen Klangkörper nennt, ein homogenes Ganzes, das aus disparaten Teilen besteht, die sehr viel mehr ergeben als nur ihre Summe.

Es gibt kaum hochrangige Jazzgitarristen, die die Trio-Formation nicht ihre Traumbesetzung nennen würden. Aber weil solch eine Besetzung mit der Interaktion steht und fällt, gehört sie auch, speziell für Gitarristen, zu den heikelsten. Denn obwohl sie wie auf dem Objektträger Rhythmus und Melodie/Harmonie pur und zwischen beiden Polen den Bass als vermittelnde Instanz bietet, verbergen sich just da auch eine Menge Fallgruben: Im Trio gibt es rein nichts zu verstecken. Wer Trio wagt, ist so exponiert wie nicht einmal in Solo oder Duo. Bluffen, Pfuschen, Blenden - das alles gibt es nicht.

Das Dietmar Osterburg Trio, das in unveränderter Besetzung seit 2005 spielt, ist, was man treffend ein dream team nennt, ein fesselndes Dreigestirn von bester Chemie, in dem eine Menge mehr "los ist" als in Top-Trios mit noch klassisch-abgrenzender Rollenverteilung. Bassist André Neygenfind und Schlagzeuger Eddie Filipp sind weit mehr als eine konventionelle Rhythmusgruppe - ein veritables Kraftwerk unerschöpflicher Aktivität und Kreativität, das den Gitarristen über die volle Distanz bestens darin unterstützt, modernen Mainstream zu produzieren, der viel moderner ist, als er Mainstream ist. Dietmars meisterhafte Mischtechnik verwebt Akkorde und Melodiebögen zu auf- und erregenden Ereignissen, wie man sie auf der Gitarre höchst selten (falls überhaupt) zu hören bekommt. Alle drei gemeinsam bieten eine hinreißende Fülle von Auswegen aus dem Prokrustesbett vorfabrizierter Mainstream-Muster, -Formeln und -Abläufe. Und verweigern sich dennoch nicht dem musikalischen Diesseits, dem Konsens, der Verbindlichkeit, der Freude am Kommunizieren.

Dietmar Osterburg hat Geige gelernt und Gitarre und Jazz erst mit 18 entdeckt. Nach dem Studium von Theologie, Germanistik und Pädagogik in Hamburg, entschloss er sich, auch noch Musik zu studieren, in den Niederlanden und dann bis zum Diplom in Hannover bei Thomas Brendgens. Dort widmete sich der Braunschweiger, Unterricht inklusive, mehr und mehr auch dem Kontrabass. Workshops - etwa mit (den Gitarristen) Jim Hall oder Philip Catherine - komplettierten seine Studien. Da hatte er bereits im eigenen Trio und in einer Band des Posaunisten Nils Wogram gespielt, dann aber eine Zeitlang den Kontrabass der Gitarre vorgezogen. So spielte er mit Hänsche Weiss oder Uli Beckerhoff, ist nach wie vor fest in der Gruppe des Sinto-Geigers Martin Weiss, zudem als gefragter Theatermusiker in ganz Norddeutschland, sowie für Funk und Fernsehen tätig. Seit einiger Zeit lässt er nun die Gitarre doch wieder eine bedeutendere Rolle spielen, gründete erst mit dem Trompeter Christian Kappe ein Quartett, spielte wieder mit Beckerhoff und in seinem eigenen Trio mit André und Eddie.

Andre Neygenfind lebt in Wolfsburg und hat in Lübeck Bass-Unterricht bei Dieter Ilg und Peter Kowald gehabt. Kontra- und E-Bass spielt er hauptberuflich. Gearbeitet hat er u. a. auch mit Uli Beckerhoff, mit Kai Brückner, Christoph Oeding und dem Juju Orchestra und an etlichen CD-Produktionen, etwa von Groove Galaxy oder Dub Guerilla mit Uwe Granitza, Dr. Ring Ding und Nils Wogram teilgenommen. Gegenwärtig abreitet er u. a. mit der Sängerin Meike Köster und Tom Bennecke von der Jazz Kantine.

Eddie Filipp ist live und im Studio so gefragt wie stilistisch flexibel zwischen Jazz, Pop, Rock, Country und allem, was es noch so dazwischen gibt. Seine respektable "Spielte mit..."-Liste bietet so unterschiedliche Namen auf wie Inga Rumpf, Tony Lakatos, Alex Conti, Dirk Busch, Hannes Wader, die Hamburg Blues Band, Nils Tuxen, Vince Weber, Klaus & Klaus, Heinz Hoenig, Barry Ryan, Howard Carpendale oder auch Deborah Sasson, sowie, last not least, "diverse Bigbands und Jazzformationen".

Osterburg-Vibrans DUO

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Osterburg-Vibrans

Kussi Weiss Gipsy Connection

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Kussi Weiss gehört zur vordersten Garde deutscher Sinti-Jazz Musiker. Er blickt auf zahlreiche CD-Veröffentlichungen und internationale Festivalauftritte zurück. Der hochvirtuose Gitarrist hat längst seinen unverkennbaren eigenen Stil entwickelt, der auf besonders elegante Weise Djangos Erbe mit modernen Elementen verbindet. Babik Reinhardt, der inzwischen verstorbene Sohn Django Reinhardts war restlos begeistert, als er 1996 den damals gerade mal 22 jährigen im Rahmen des legendären Django-Festivals in Samois-Sur-Seine neben den dortigen Jazzgrößen wie Raphael Fay und Patrick Saussois spielen sah – so begeistert, dass er ihn im folgenden Jahr auf die Hauptbühne holte und für Kussis Durchbruch sorgte. Die Musik wurde ihm sprichwörtlich in die Wiege gelegt – der Familie Weiss enstammen einige der wichtigsten Vertreter des deutschen Sinti-Jazz. So ist es kein Zufall, dass er mit 10 erstmals mit der Gitarre in Berührung kommt. Einige Monate später spielt er schon die Rhythmusgitarre für seinen Onkel Moritz Weiss, bald steht er auch mit den berühmten Martin und Häns´che Weiss auf der Bühne, erhält von allen Seiten auch Unterricht und Anregungen. Doch bald reicht ihm die Rolle des Begleiters nicht mehr. Ohne Notenkenntnisse, aber mit viel Spielwitz und Talent eignet er sich das Solospiel an und gründet mit 17 Jahren das “Kussi Weiss Ensemble”. Begleitet von Musikern, die seinem hohen Niveau folgen können, gibt er die ersten Konzerte als Bandleader und nimmt 1996 sein erstes Album für Idol Records auf.. Mit Tschabo Franzen an der Gitarre, Hugo Richter am Piano/Akkordeon und dem langjährigen Mitstreiter Dietmar Osterburg - Kontrabass - hat er in seinem aktuellen Trio drei ebenbürtige Instrumentalisten um sich geschart, die mit ihm mühelos den Spagat zwischen Stiltreue und Modernität meistern. Praktisch von der ersten Minute an entfesselt das originelle Quartett ein Feuerwerk an Spielfreude, Virtuosität und vor allem mitreißendem Swing. Es spielt Django´s Musik absolut authentisch und erlaubt sich doch immer wieder Streifzüge in andere musikalische Gefilde.